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Das Unterösterreich Ein Varieté von Christoph Bochdansky, Hannes Löschel und Wolfgang Vincenz Wizlsperger Das Unterrösterreich ist ein Land, das sich verfassungsgemäß auf Phantastik konstituiert. Zu erreichen über einen Pfad aus lieblicher Verklärung, Heraufbeschwörung eines mystischen Österreichs, einem Gemisch aus Tarockei und Kakanien, Feenland und Zauberspiel, neurotischen Angstzuständen und einem bösartigen Blick auf eine quälende Gegenwart. Dieses Land ist ständiger Bezugsquell einer österreichischen Identifikation, die genauso fesselnd wie idiotisch ist. Sie wird von unterschiedlichsten Standpunkten aus angezapft und zum Besäufnis verwendet egal ob Politiker, Oberlehrer, Patriot oder Nestbeschmutzer, Künstler oder Sonntagsredner. Dieses Land ist nie existent aber immer griffbereit. Varieté In unserem Varieté sehen und hören sie, melancholische Kunststücke, gewagte Chansons, dressierte Taschentücher, Figurenspiel, Musik, herzzerreißende Melodramen, kluge Lesungen, Mysterien, Narrenspiele, erotische Gedichte, Schall und Rauch, Lieder wie gruselige Fahrten durch eine Geisterbahn, Zauberstücke, ............. Unsere Gesängen und Darbietungen ist Beschwörungskunst, sind Zauberformeln mit denen wir in dieses Unterösterreich hineinmurmeln, es dermaßen kitzeln, dass die Geister, die darin wohnen, vor lauter lachen, weinen oder staunen herauspurzeln und ihre Geständnisse über das Unterösterreich machen. Besetzung Christoph Bochdansky Figurenspiel, Taschentuchdressur, Melodramenspiel .... Hannes Löschel Komposition,Harmonium,.... W.V. Wizlsperger Gesang, lyrischer Vortrag, Kindergitarre,...
„Was für eine Wundertüte: Drei erwachsene Männer widmen sich dem höheren wie niederen Blödsinn, geben sich valentinesk, subsumieren ihre Szenen-Melange unter dem Signet „österreichische Seele“ und nennen das Ganze „Das Unterösterreich. Ein Varieté“. Christoph Bochdansky, Hannes Löschel und Wolfgang Vincenz Wizlsperger bilden das Trio, das zu mitternächtlicher Stunde in den Glocken-Lichtspielen ein Programm auf die Bretter haut, das den Begriff „Varieté“ wahrlich verdient. Ein Sammelsurium voller Gags, Unsinn, Pointen und Quatsch, das so knochentrocken wie hemmungslos in allen Bereichen wildert, die sich für Ironie, Satire und Parodie eignen und deren sind bekanntlich viele. Das geografisch realiter nicht existente Unterösterreich als Seelenlandschaft der Bizarrerien, einem Gemisch aus neurotischen Angstzuständen und einem bösartigen Blick auf eine quälende Gegenwart“, als Sprungbrett und Ausgangspunkt für einen kulturellen Häppchen-Wahnsinn, der sich gewaschen hat. Als denn: Statt einem österreichischen Bergpanorama in Öl hängt ein Krokodil-Portrait am Haken, es werden knorrig-sperrige Gstanzln zu Gehör gebracht, ein oskures Solo lässt Robinson Crusoes wahre Mailaisen mitteilen, zwei Dörfer bewerfen sich mit ihren Bevölkerungen, Puuh der Bär klagt über zu wenig Geschlechtsverkehr, ein Mann behauptet: „Ich bin ja ein permanentes Volksfest“ und klappt seinen Mantel auf, in dem ein Miniatur-Prater vor sich hin frohlockt. Herrlich verquer das alles, perfektes Understatement mit Pokerface-Antlitz. Dazu wird auf E-Gitarre und Harmonium drauflos geschrubbt, dass es nur so eine Art ist. Verspielt? Selbstredend. Skuril? Natürlich. Unterhaltsam? Aber immer.“ Nordbayrische
Zeitung
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